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Wuppertal

Wo Träume schweben

Wuppertal – grünste Stadt und mit mehr als 350.000 Einwohnern 17. größte Stadt Deutschlands. Doch Wuppertal ist noch viel mehr: Stadt des Tanztheaters Pina Bausch, Heimat des fairen Handels, eine Hochburg der Eventindustrie und Geburtsort großer Firmen wie Bayer, Barmenia und Vorwerk. Die Hauptstadt des Bergischen Landes hat viele Gesichter, die allesamt eines sind: ungeschminkt. Das Tal verbindet den Charme seiner Industriegeschichte mit einem großen Innovationspotenzial, die Universitätsstadt mit 22.000 Studenten ist ein starker Automotive-Standort mit den Entwicklungszentren von Weltmarktführern. 

Ihre lineare Struktur macht Wuppertal zu einer der wenigen Städte, in denen man sich kaum zwischen urbanem Leben und grüner Naherholung entscheiden muss. Von der 16.800 Hektar großen Stadtfläche entfallen etwa 50 Prozent auf Landwirtschaft, Gärten, Parks und Wälder; mit 490 Kilometern Wanderwegen. Die Namensgeberin der Stadt fließt 34 Kilometer mit einem Gefälle von 95 Metern von Ost nach West.

Südlich und nördlich der dicht bebauten Talachse sind es selten mehr als ein paar Minuten bis zum nächsten Wald oder zur nächsten Parkanlage, darunter der einmalige Skulpturenpark des Bildhauers Tony Cragg. Er ist nicht das einzige kulturelle Highlight der Stadt. Das Engelshaus mit dem Museum für Frühindustrialisierung ist ebenso sehenswert wie das Von der Heydt-Museum, das 2014 von der Welt am Sonntag zum Museum des Jahres gekürt wurde.

Ein verbindendes Element ist die Schwebebahn. Auf ihrer 13,3 Kilometer langen Strecke schweben täglich rund 85.000 Fahrgäste in zwölf Metern Höhe über der Wupper und erleben wie selbstverständlich an 20 Bahnhöfen, von Jugendstil bis Hightech, 35 weltweit einmalige Minuten. 

Sportliche Spitzenleistungen können zum Beispiel beim Handball, in der Kletterhalle, beim Downhill, auf dem Beyenburger Stausee, im Hexenkessel des Rollhockeys und natürlich auf beim aufstrebenden Wuppertaler SV mit seinem denkmalgeschützten Stadion erlebt werden. Der landschaftlich schönste Zoo Deutschlands erwartet mit dem Pinguintunnel, dem größten Löwengehege Europas und spannenden neuen Projekten seine Gäste. Auch die 23 Kilometer quer durch das Stadtgebiet erstreckte Nordbahntrasse zeigt, dass auch Radfahrer hier auf ihre Kosten kommen und erfreut sich über bundesweite Beliebtheit.

Diese Mischung aus Geschichte und Innovation, Natur, Kultur und Sport bleibt von Investoren nicht unbemerkt. Von 2006 bis 2010 wechselten Immobilien im Wert von 800 Millionen Euro den Besitzer. Das liegt nicht zuletzt an der Bausubstanz im Tal: Das Briller Viertel ist mit seinen Prachtbauten das größte zusammenhängende Villenviertel Deutschlands, gleich gegenüber liegt mit dem Ölberg eines der größten denkmalgeschützten Wohnviertel Europas. Hinzu kommt eine große Anzahl an Industriebauten, in denen heute innovative Nutzungskonzepte umgesetzt werden.

Als ehemalige Metropole der Textilindustrie hat auch Wuppertal mit dem Strukturwandel zu kämpfen, schafft momentan aber die Trendwende. 40 nationale und internationale Unternehmen, die ihren Hauptsitz in der Stadt haben, bilden eine solide Grundlage für den Wirtschaftsstandort Wuppertal, der attraktive Gewerbeflächen mit einer strategisch günstigen Lage im Herzen NRWs verknüpft.

Doch was die Stadt tatsächlich ausmacht, sind die Menschen: ein buntes Gemisch aus verschiedenen Nationen, Religionen, Altersstufen und Interessen. Seit 2008 darf Wuppertal sich offiziell „Ort der Vielfalt“ nennen. Wird dem Wuppertaler oft eine gewisse Griesgrämigkeit unterstellt, sprechen die Fakten eine andere Sprache: Ob Freie Kultur, Vereinsarbeit oder Bürgerschaftliches Engagement – die Wuppertaler sind in vielen Bereichen aktiv, um ihre Stadt noch lebenswerter zu machen. Damit sie es sich auch weiterhin leisten kann, ungeschminkt zu sein.